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[ Elfenbein-Ekipa aus Namibia ]

Ekipa

Ekipa sind wertvolle, aus Elfenbein geschnitzte Knöpfe, deren genauer Ursprung unbekannt ist. Laut Experten wurden die "Knöpfe" seit dem 19. Jahrhundert von den Frauen und Töchtern der Owambo, Hauptmännern und Stammeshäuptlingen im südlichen Afrika (Namibia, Angola) getragen und zum Teil auch als Zahlungsmittel verwendet.

Das Elfenbein wurde mit Hilfe des Owambomessers bearbeitet. Rauten, ovale, runde und eckige Formen in den Größen zwischen 2 und 10 cm im Durchmesser kommen häufig vor. Obwohl Elfenbein bevorzugt wurde, verarbeitete man auch Knochen, Holz, Makalanifrüchte und Flusspferdzähne.

Die Verzierung der Schmuckknöpfe entstand durch verschiedenartige Ritzmuster, hevorgehoben durch Einreiben eines Extraktes, welches aus Aloen gewonnen wurde. Der mit Sandstein polierte Schmuckknopf erreichte seine endgültige Patina, indem er mit "Olukula" Puder (aus Dolfholz gewonnen) imprägniert wurde. An der flachen Seite des Ekipa befinden sich Löcher zur Befestigung.

Das Ekipa wurde am Oberarm, Hals, Taille oder als Haarschmuck getragen. Die gebräuchlichste Art des Tragens dieser Knöpfe war in der Form eines Gürtels, nicht aber im üblichen Sinne, sondern eines festen Stückes Elefantenleders, etwa 80 cm lang und 8 cm breit, welches von der Taille des Trägers am Rock hinten herunterhing. Daran wurden bis zu 12 Ekipas (Omakipa) befestigt. Besonders bei traditionellen Initiations- und Hochzeitszeremonien wurden diese Gürtel gern getragen.

Aufgrund der westlichen Einflüssen werden "Omakipa" heute seltener von den Owambofrauen getragen. Deshalb sind sie begehrte Antiquitäten, die gerne in wertvolle Schmuckstücke verarbeitet werden.

(Quelle: African Art Jewellers, Swakopmund, Namibia)

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